Schmetterlings-Baby-Massage

Schmetterlingsmassage ist eine Form der Berührung, die ganz besonders für die Bedürfnisse des Neugeborenen in den ersten Lebensmonaten geeignet ist.

Sie wurde 1950 von der Ärztin Dr. Eva Reich in Amerika entwickelt und hat ihren Namen von den schmetterlingsleichten, achtsamen und gleichzeitig sehr verbindlichen Berührungen.

Es entstand eine spezielle Behandlungsform, die dem Neugeborenen Nähe und Zuwendung schenkt, es sich selbst aufmerksam wahrnehmen läßt und sich besonders bei Kindern, die einen schweren Start hatten, unruhig und verkrampft sind, viel schreien oder auch apathisch sind, bewährt hat.

Dank ihrer besonderen Qualität erreichen die zarten, streichelnden Berührungen spezielle Nervenbahnen, die zu Hirnzentren führen, die für die Verarbeitung emotionaler Erfahrungen sorgen. Sie stellen eine unmittelbare Verbindung zwischen dem körperlichen Empfinden und dem emotionalen Fühlen her.

Die Schmetterlingsberührung wird am besten ausgeführt von den Eltern, die dadurch zu ihrem Kind in neuer Weise Kontakt aufnehmen möchten.

Sie kann – je nach Bedürfnis des Kindes – eine festgelegte Reihenfolge von liebevollen streichenden, kreisenden und vibrierenden Bewegungen oder eine individuell ausgewählte, dem Kind besonders angepasste Behandlung sein. Dabei entstehen ein inniger Kontakt und wachsende Bindung zwischen Eltern und Kind.

Die Schmetterlingsmassage ist gleichsam eine wunderbare Erfahrung für werdende Eltern, die durch das eigene Erleben bestens auf die Berührung ihres Kindes vorbereitet werden. Wenn Eltern sich vor und nach der Geburt gegenseitig massieren, wird die Verbundenheit der Paare gestärkt und die Kraft für den Alltag genährt.

Aufgrund ihrer tiefen Bedeutung für das Bindungsverhalten von Mutter (Vater) und Kind trägt die Schmetterlingsmassage auch dazu bei, gewalttätigem Verhalten vorzubeugen.