Aufstellungsablauf - Beispiel
Zu Beginn einer Aufstellung in einer Gruppe fragt der Leiter nach dem Anliegen des Klienten und einigen wenigen Fakten aus der Gegenwarts- und / oder Herkunftsfamilie.
Dann sucht der Klient Stellvertreter für sich und vom Gruppenleiter bestimmte Familienmitglieder aus dem Kreis der anwesenden Teilnehmer und stellt sie - innerlich gesammelt - im Raum in Beziehung zueinander auf.
Der Gruppenleiter lässt sich - ohne dass er etwas Bestimmtes beabsichtigt - von den Informationen aus dem "Feld" führen, im Einklang mit dem Ganzen. Aus Haltung, Gestik, Mimik und Befragung der Repräsentanten erfährt er die Dynamik der Verstrickung. Häufig zeigt sich, dass jemand fehlt. Wird der Ausgeschlossene hinzugestellt, verändert sich das Befinden der Repräsentanten.
Der ehemals Ausgeschlossene kann angeschaut werden. Statt blinder Liebe gibt es jetzt Raum für Trauer und Schmerz, Achtung und Respekt. Der verstrickte Klient wird sichtbar entlastet und kann seinen richtigen Platz in der Familie einnehmen. Er ist frei, sein Leben ganz zu nehmen.
Die Wirklichkeit ans Licht gebracht ist freundlich.

