Hintergrund

Phänomenologisch-Systemische Familienaufstellungen wurden von dem Lehrer, Pädagogne und Therapeuten Bert Hellinger begründet. 

Phänomenologisch bedeutet, dass die Wirklichkeit nicht einer Theorie entspringt, sondern sich uns im jeweiligen Moment offenbart, wenn wir uns gesammelt und unvoreingenommen dem Ganzen aussetzen.

Die Methode führt uns zu neuen Erkenntnissen. Sie wirkt ordnend und heilend.

Während seiner Forschungen nach den Hintergründen menschlichen Verhaltens entdeckte Bert Hellinger in seiner praktischen Arbeit, dass es nicht reicht, nur auf den einzelnen Menschen zu schauen, sondern, dass es notwendig werden kann, den Einzelnen mit seiner speziellen Rolle, die er in seinem Familiensystem einnimmt, zu erkennen. Tun wir dies, sehen wir, dass die Liebe in einem Familiensystem bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgt, ob wir wollen oder nicht. Hellinger nennt sie die "Ordnungen der Liebe". Dazu gehören:

  1. Jeder hat das gleiche Recht auf Zugehörigkeit, auch frühere Partner.
  2. Wenn jemandem das Recht auf Zugehörigkeit abgesprochen wird oder jemand wegen frühen Todes vergessen wird, übernimmt ein anderer in der Familie unbewusst die Aufgabe, auf diesen Ausgeschlossenen aufmerksam zu machen.
  3. Es sind die Kinder und Enkelkinder, die Ausgeschlossene vertreten, diejenigen, die im Gesamtgefüge am abhängigsten sind. Dies tun sie aus tiefer blinder Liebe zu ihrem Familiensystem, ohne dass sie davon wissen. Aus diesem Grund werden manche Menschen krank, verhaltensauffällig, manchmal verrückt, mischen sich in Dinge ein, die sie nichts angehen, nehmen ihr Leben nicht in die eigene Hand, scheitern - bis ins Erwachsenenalter.
  4. In menschlichen Beziehungen muss es einen Ausgleich zwischen Geben und Nehmen geben, wenn die Beziehung gelingen soll.