Zur Geschichte der Homöopathie

Den deutschen Arzt, Apotheker und Chemiker Dr. Friedrich Samuel Hahnemann (geboren 1755 in Meißen – gestorben 1843 in Paris) stellte das, was er als Arzt gelernt hatte, nicht zufrieden. Er widmete 70 Jahre seines Lebens der Entwicklung der Homöopathie.

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Hahnemann beobachtete sehr genau, mit welchen Beschwerden die Patienten kamen und wie sie auf seine Medizin reagierten. 1796 entdeckte er das schon in der Antike bekannte Prinzip wieder: Similia similibus curentur: Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden, nicht durch Gegensätzliches. Das wurde die Geburtsstunde der Homöopathie (homoion = ähnlich, pathos = Leiden).

Hahnemann verzichtete auf viele medizinische Verfahren und ging nicht mehr nach einem Behandlungsschema vor, sondern orientierte die Therapie exakt an den individuellen Symptomen des einzelnen Patienten. Er verabreichte Medikamente nur noch in kleinen Mengen - mit großem Erfolg.

Dann fragte er sich 11 Jahre lang unablässig, warum Menschen immer wieder krank werden, Im Alter von 73 Jahren erkannte er, dass alle chronischen Krankheitserscheinungen auf nur drei Grundkrankheiten (Miasmen)  zurückzuführen sind. Neben dem Syphilitischen und dem Sykotischen Miasma (Folgen von Syphilis und Gonorrhoe) ist die Wichtigste unter den dreien die Psora, die sich nach unterdrückten Hautausschlägen entwickelt und unzählige schwere Leiden erzeugt.  Er erforschte erfolgreich deren spezifische Heilmittel und praktizierte weitere 15 Jahre, die letzten 7 Jahre davon mit seiner zweiten Frau Melanie in einer großen internationalen Praxis in Paris.

Der Gegensatz zur gewohnten Medizin war groß. Vertieft wurde er noch durch den offenkundigen Erfolg, den die Homöopathie durch den Verzicht auf alle aggressiven Behandlungsmethoden wie Aderlässe, Quecksilbereinreibungen, usw.  erzielte. 

Bis heute besteht diese Kluft zwischen Schulmedizin und der Homöopathie, wenn man auch Teile der Homöopathie in die gewöhnliche Medizin zu integrieren versucht. Hahnemann nannte diese Erscheinung "Halbhomöopathen".

Das Ganzheitliche der Homöopathie, ihre weitreichende und tief gehende Kraft, geht dabei verloren.