Ursula Gruber

Geboren 1950 - Heilpraktikerin in eigener Praxis seit 1988.

Eines Tages hielt ich ein kleines Buch in Händen: „Chronische Krankheiten“ von Dr. Friedrich Samuel Hahnemann, herausgegeben 1835.

Mit jeder Seite, die ich las, wurde mir klarer: Dieser Arzt hat recht. Er beschrieb, wie langwierige Krankheiten immer chronischer werden, welche grundlegenden Behandlungsfehler in der Medizin gemacht werden und was zu ändern ist.

Genau das hatte ich erlebt: 20 Jahre Neurodermitis - generalisiert und "therapieresistent".

Einem erfahrenen Heilpraktiker, dem dritten Homöopathen, den ich konsulrierte, gelang es schließlich, meine Gesundheit wieder weitgehend herzustellen.

Überglücklich entschloss ich mich, meinen Lehrerberuf aufzugeben und selbst Heilpraktikerin und Homöopathin zu werden.

Meine ersten eigenen Patientenfälle liefen gut. Nur drei Fälle gestalteten sich problematisch. Kurze Zeit später, im Kreuzberger Arbeitskreis des Heilpraktikers Helmut Szeteli, verstand ich, dass meine Patienten nicht Merkurer als Heilmittel brauchten, sondern unter Quecksilbersymptomen durch Amalgamfüllungen in ihren Zähnen litten.

Toxikologische Studien folgten. 1993 wurde ich Mitbegründerin der Beratungsstelle „Arbeitskreis Amalgamvergiftung“ im Biochemischen Verein e.V. in Berlin-Mitte.

Die homöopathische Lehre Hahnemanns ist ein in sich schlüssiges, logisches Therapiesystem, das mir genaue Auskunft darüber gibt, was krank macht und was heilt, wie Krankheit entsteht und wie Gesundheit erfolgt.

Persönliche Lebensthemen weckten mein Interesse für das Phänomenologisch-Systemischen Familien-Stellen nach Bert Hellinger. Es offenbarten sich mir die  Gesetzmäßigkeiten, nach denen Beziehungen gelingen und Glück oder Unglück, Krankheit oder Gesundheit, Gewalt oder Frieden unbewusstes angezogen werden. Ich erkannte: Wir können diesen Gesetzmäßigkeiten des Lebens mit großem Gewinn folgen. Wir brauchen nicht Opfer der Umstände zu bleiben. Jeder kann sein eigenes Glück und inneren Frieden selbst erschaffen. Diese wertvolle Methode ist seitdem Teil  meiner Arbeit geworden.

Ein tiefes Verständnis für die Bedeutung der ersten Lebens-Tage, -Wochen und -Jahre in der Entwicklung eines Menschen wuchs in mir durch die Arbeit mit Erwachsenen, die in der Kindheit traumatisiert wurden, und nun mutig schrittweise die Folgen ihrer Kindheitserlebnisse anschauen, annehmen und integrieren. Zusammen mit meinen Erfahrungen als Mutter öffneten sie mein Herz für eine respektvollere Perspektive auf die Kleinsten unter uns, auf die, die neu sind auf dieser Erde, voller Lebenslust, die sich  entfalten wollen, noch keine eigene Stimme haben und auf unsere Fürsorge und Feingefühl angewiesen sind. 

Gerne begleite ich Menschen, deren Anliegen es ist, Verdrängungen und Unterdrückungen aufzugeben, um dauerhafte Lösungen für ihre Probleme zu finden, somit auf natürliche und ehrliche Weise gesünder und glücklicher zu werden. 

 

Wesentliche Erfahrungen auf meinem Weg verdanke ich weiteren Lehrern, deren Haltung und Arbeit  - um nur einige zu nennen:

  • Michaela Kaden und Harald Hohnen in den Weiterbildungen zur Phänomenologisch-Systemischen Aufstellungsarbeit - ein Geschenk an Klarheit, Kompetenz und Liebe,
  • Hunter Beaumont, in dessen Gruppe im ZIST ich vier Jahre lang Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie in Theorie und Selbsterfahrung erlebte,
  • Daan van Kampenhout mit seiner Orientierung an der Kraft, seinen schamanischen Liedern und Ritualen,
  • Klaus Krämer, durch den ich lernte, die Pflanzen als lebende Wesen zu begreifen,
  • Menschen, denen ich helfen konnte, und Menschen, die mir die Grenzen des Helfens gezeigt haben,
  • meinen Kindern und einem Enkelkind.

Allen fühle ich mich auf jeweils besondere Weise verbunden.
Ich danke meiner Familie und meinen Freunden.